– Broichsdorf

16259 Falkenberg – OT Broichsdorf

 

Die Kriegsgräberstätte befindet sich auf dem Friedhof E.-Thälmann-Straße

Sammelgrabstelle für 29 deutsche Soldaten, davon sind 11 ohne Namen.

Bei den hier verzeichneten Kriegstoten handelt es sich überwiegend um Angehörige des sogenannten Volkssturm aus dem Raum Falkenberg / Bad Freienwalde.
Kreuz und Stein wurden erst nach der Wende durch einen Heimatverein und der Gemeinde aufgestellt.
Die Gräber sind als Solches sind nicht mehr vorhanden.

Die Daten wurden in unsere Datenbank eingepflegt.

Quelle Foto: Georg Didlof

Falkenberg-Mark

1 Antwort zu – Broichsdorf

  1. Schrengisch sagt:

    Auf diesem Friedhof im OT Broichsdorf liegt mein Onkel Aloys Haas begraben, den ich leider nicht mehr kennen lernen konnte, da ich zwanzig Jahre später erst geboren wurde.
    Aloys Haas ist 1921 in Prüm/Eifel geboren und in der letzten Kriegswoche am 02.05.1945, 300 m nordöstlich vom Falkenberger Bahnhof an einem Fahrweg als Angehöriger eines Fallschirmjägerregimentes im Dienstgrade eines Obergefreiten gefallen. Nach der Wende 1989 war es nun möglich, diese Grabstelle zu besuchen, was ich im Jahre 1995 dann mit drei lebenden Schwestern des Gefallenen (darunter meine Mutter) getan habe. Die Sammelgrabstelle sah damals schon leider nicht gepflegt aus und war als solche auch nur schwer zu deuten. Einzig das Kreuz mit der Aufschrift 1945 war zu erkennen, jedoch von Bäumen rundherum zugewachsen. Die Tafel stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich habe mich damals an den Leiter des Amtes Falkenberg/Höhe gewandt mit der Bitte, doch eine Tafel aufzustellen mit den Namen der Gefallenen sowie die Grabstätte wieder herzurichten, leider erfolglos. Daraufhin habe ich den damaligen Ministerpräsidenten von Brandenburg angeschrieben und ihm die gleiche Bitte vorgetragen. Zu meiner großen Freude wurde eine Tafel errichtet und die Bäume bis auf zwei flankierende entfernt, die Grabstätte an sich wird jedoch weiterhin nicht gepflegt, wie ich in 2014 und 2015 selbst vor Ort festellen durfte. Ich frage mich ernsthaft, wie groß oder doch eher wie klein die moralische Verpflichtung unserer politischen Vertreter gegenüber den Gefallenen ist, wollen sie selbst doch noch über den Tod hinaus geachtet sein, und dies soll dann auch in Stein gemeißelt sein. Aber der einfache Landser, dem zunächst die Jugend und dann das Leben genommen wurde, ist dem wohl nicht würdig. Ich fordere hiermit die Verantwortlichen auf, der Grabstätte einen würdigen Anblick zu geben. Ist ein kleiner Blumenschmuck denn so teuer? Dann lasst uns alle die unnötigen Elbphilharmonien und Gorch Focks und was weiß ich noch was schnell verkaufen und das Geld in sinnvolle Projekte wie den Erhalt und die Pflege von Gefallenengräber und Denkmäler investieren. Die Männer haben es verdient. Und das hat nichts mit Nationalismus und dergleichen zu tun. Gerade in der heutigen Zeit sollten die Kriegstoten allgemein wieder in den Fokus rücken, damit nie wieder der Krieg eine Chance in Europa und in der Welt hat. Dank dieser Website wird die Erinnerung an die, die ihr Leben für das Vaterland sinnlos geben mussten, aufrecht erhalten. Vielen Dank den Verantwortlichen dieser tollen und aufwendigen Seite.

    Herzliche und dankbare Grüße

    Schrengisch

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