B E L A R U S

 

Weißrussland auch Belarus

Hauptstadt: Minsk
Belarus liegt am westlichen Rand der früheren Sowjetunion. 1919 wurde die Weißrussische Sowjetrepublik ausgerufen.

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Belarus hat eine wechselvolle Geschichte, da einerseits Polen und anderseits Russland um das Land kämpften. 1920 siegten die polnischen Truppen über die Rote Armee und somit ging ein Teil des Landes an Polen.
Nach dem Krieg wurden Gebiete, die 1921 von Polen vereinnahmt worden waren,Weißrussland wieder angegliedert.

Während des 2.Weltkrieges besetzten deutsche Truppen 1941 das Land. Im Sommer 1941 hatte die Wehrmacht ganz Belarus besetzt. Die Besatzungsmacht richtet große Zerstörungen an und forderte den Tod  von ca.25%   der Bevölkerung.
Unerbittlich kämpften Partisanen gegen die deutsche Besatzung. Drei Jahre später hinterließen die Deutschen auf ihrem Rückzug ein Land der „verbrannten Erde“.
Städte und Dörfer waren fast vollständig zerstört, mehr als 2 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Es wird geschätzt, das ca.150.000 deutsche Soldaten hier gefallen sind.Chronik in Zahlen:
1941 stand die Heeresgruppe Mitte mit 1,6 Mill.Soldaten in Weißrussland
September 1941 wurden die Lebensmittel drastisch gesenkt mit der Maßgabe das nicht arbeitende Kriegsgefangene  zu verhungern haben
Es starben 700.000 Gefangene
Im Stammlager 324 wurden 1mal wöchentlich alle Kranken erschossen
Deportation von mind.100.000 Menschen nach Deutschland
Inf.Rgt.727, Sicherheitspolizei und litauische Kollaborateure  führen eine Massenerschießung von ca. 10.000 Menschen durch
nachzulesen: HIERAm 28.Juni 1996 wurde das Kriegsgräberabkommen zwischen Belarus und Deutschland unterzeichnet aber einer Realisierung steht dem Wiederstand der Veteranenverbände aus Weißrussland gegenüber.
Neben den 150.000 gefallenen deutschen Soldaten kommen noch die Toten aus fast 100 Kriegsgefangenenlager hinzu. Weiterhin gibt es ca.80 Friedhöfe mit über 100.000 Gefallenen aus dem 1.Weltkrieg.Die Anzahl der Toten, in Klammern, erheben nicht den Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Durch zwischenzeitliche Bergungen können sich die Zahlen ständig ändern.

  • Aljanowo  Kriegerfriedhof 1. WK  (80)
  • Bartashi   Kriegerfriedhof 1.WK
  • Berjosa     Soldatenfriedhof 2.WK (3.724)
  • Berjosowka  Soldatenfriedhof 1.WK  (200)
  • Babrujsk bzw. Bobruisk   2.WK
  • Birjulitschi  Kriegerfriedhof 1.WK (ca.300)
  • Bjarosa (Beresa)  Soldatenfriedhof 1.WK  (ca.480)
  • Boruny         1.WK             (400)
  • Chodossowitschi – 2.Weltkrieg  (386)
  • Desjatniki                    – 1.Weltkrieg  (1200)
  • Glubokoje                    – 2.Weltkrieg  (934)
  • Karabany KGST 1.WK
  • Narotsch       1.WK             (250)
  • Nechatschewo  1.WK            (300)
  • Pomosha 1.WK
  • Pronki                    – 1.Weltkrieg  (3050)
  • Saswir           1.WK             (100)
  • Sidorowitschi (prov.Anlage)   (568)
  • Schatkowo

Romanischtsche – T.Korn besuchte 2006 diese Grablage.
Dieser Friedhof wird nicht vom VDK gepflegt sondern von Ortsbewohnern. (  http://home.arcor.de/adlerfan/   )

Kriegsgefangenenfriedhöfe

Baranowitschi             700
Berjosowka I   Kgf.-fdh. 2.WK (252)

Bobruisk          Kgf.-fdh.  (ca.50)

Borisow           Kgf.-fdh.  (ca.350)
Grodno  (930)
Mogilew  (498)
Tarassowo           (1200)

Im März 2006 meldete sich telefonisch ein gewisser Franz Masser bei mir.
Da mir dieser Mann völlig unbekannt war, forschte ich natürlich nach.
Es stellte sich heraus das Herr Masser schon viele Jahre in Weißrußland tätig ist. Er widmet sich humanitären Aufgaben und auch, das ist für uns besonders bedeutungsvoll, das Auffinden, Dokumentation und Herrichten ehemaliger Grablagen von deutschen Soldaten.

Gebiet: Republik Belarus,
bisher 3.200 oberirdisch nicht mehr
erkennbare WK II.-Grablagen lokalisiert

Leider ist die Verbindung abgerissen,(letzte Mal angeschrieben Jan/2007), vielleicht liegt es auch daran das er nur selten in Deutschland weilt.
Hier einige interessante Dinge die seinerzeit mir übermittelt wurden.
http://www.rogachev.de/stadt/
http://www.belarus-botschaft.de/de/presse29_2003_de.htm

Seine Homepage:   http://www.franzmasser.de/

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