Bergholz-Rehbrücke

 

Nuthetal – OT Bergholz-Rehbrücke

Bericht und Bilder von Thomas  Gefallenendenkmäler Berlin/Brandenburg

An der Wilhelm Busch Straße steht ein Denkmal, für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Ein steinernder Helm befindet sich auf dem Denkmal. Am Denkmal ist folgende Inschrift:

Zum Ehrenden Gedächtnis der im Weltkriege 1914 -1918
Gefallenen Söhne der Gemeinde Bergholz-Rehbrücke

Am Denkmal sind die Namen von 34 Gefallenen verzeichnet.

Friedhof

Auf dem Friedhof am Andersenweg 1, befinden sich noch zwei Soldatengräber. Es konnten auch noch 3 private Gedenken dokumentiert werden.

Aus der Chronik von Bergholz-Rehbrücke von Detlev Lexow: Vom Bauerndorf zur Landhauskolonie, konnte noch einige Informationen gesammelt werden.

Durch den Luftkrieg sind im Laufe der Jahre eine Reihe von Häusern zerstört bzw. beschädigt worden. Die Bombenabwürfe waren aber überwiegend Randerscheinungen der oben genannten Hauptangriffsziele. Eine Ausnahme dürfte ein Angriff auf den Verladebahnhof Rehbrücke am 17. Dezember 1943 gewesen sein. 1944 erlebten die ARADO-Werke in Ludwigsfelde gleich drei schwere Angriffe (6.3., 21.6., 6.8.44). Noch am 14. April 1945, als eine Luftangriff die gesamte Potsdamer Innenstadt zerstörte, wurde auch der Ortskern von Rehbrücke in Mitleidenschaft gezogen. Nicht unmittelbar betroffen aber in Potsdam-Rehbrücke doch deutlich vernehmbar dürfte am 20. April 1945 ein Luftangriff auf den Verschiebebahnhof Seddin gewesen sein, wobei ein Munitionszug in die Luft flog. Auch Flakgranaten mit Fehlzündungen haben Schäden
angerichtet. Ein Jagdflugzeug soll vor Drewitz abgestürzt sein. Während eines Nachtangriffs verfolgten die Scheinwerfer einen Fallschirmabsprung an der Eosanderstraße. Der Flieger wurde vom Ortsgendarmen festgenommen, nachdem er von Anliegern attackiert worden war.

Nach dem Kriege ist es leider versäumt worden, eine genaue
Zusammenstellung der Kriegsopfer zu machen. Von offizieller Seite war eine Würdigung unerwünscht. Inoffiziell sind offenbar keine diesbezüglichen Aktivitäten unternommen worden. Eine genaue Recherche wurde auch dadurch erschwert, daß nach dem Kriege viele Rehbrücker Hausbesitzer wegen der Absperrung Westberlins den Ort verlassen haben. Die Zahl der Kriegsopfer ist natürlich wesentlich höher als im Ersten Weltkrieg. Erfreulicherweise liegt von frau Keller aus Bergholz eine Liste von 41 Gefallenen ihres Bekanntenkreises vor, der sich überwiegend auf den Ortsteil Bergholz beschränkt. Neben den Kriegsgefallenen waren auch Tote und Verletzte durch die Bombenabwürfe im Ort zu beklagen.

Die Namen wurden in die Datenbanken eingepflegt.