{"id":6822,"date":"2011-05-05T20:32:06","date_gmt":"2011-05-05T18:32:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=6822"},"modified":"2011-05-05T20:32:06","modified_gmt":"2011-05-05T18:32:06","slug":"ohorn","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=6822","title":{"rendered":"Ohorn"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>01896 Ohorn<\/strong><\/p>\n<p><strong>DENKMAL<\/strong> 1.Weltkrieg eingetragen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Ohorn &#8222;Am Schlei\u00dfberg&#8220;<\/p>\n<p>Inschrift: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 UNSEREM IM WELTKRIEG 1914 &#8211; 1918<br \/>\nGEFALLENEN HELDEN<br \/>\nDIE GEMEINDE OHORN<br \/>\nICH DURFT MEIN ARMES LEBEN<br \/>\nDER LIEBEN HEIMAT GEBEN<br \/>\nIST AUCH F\u00dcR DICH GETAN.<br \/>\nIm  Weltkrieg 1914 bis 1918 mu\u00dfte Ohorn reichen Blutzoll zahlen. 65 der  einberufenen Soldaten kehrten nie mehr zur\u00fcck, 65 junge Menschen, die  sich einst in unserem Ohorn ihrer Kindheit und Jugend erfreuten. Ihre  Namen sollen nicht vergessen sein. Wir finden sie in Stein gehauen am  Ehrenmal auf dem Schlei\u00dfberge.<\/p>\n<p>Der zweite Weltkrieg in Ohorn<br \/>\nIn  der Nacht zum 26.August 1939 wurden an die hundert M\u00e4nner alarmiert,  sie mu\u00dften am Morgen zum gro\u00dfen Teil auf den Mobilmachungspl\u00e4tzen in und  um Elstra und im Lager K\u00f6nigsbr\u00fcck erscheinen.<br \/>\nAm 1.September wurde  der Ort erstmalig verdunkelt, die ersten Lebensmittelkarten wurden  ausgegeben. Auf der Autobahn rollten Tag und Nacht die Transporte.<br \/>\nEnde 1939 waren bereits \u00fcber 200 Ohorner Einwohner einberufen, am 1.9.1944 waren es 489<br \/>\nUnd  wieder mu\u00dfte Ohorn viele Opfer bringen. Ende 1944 waren bereits 87  Ohorner als gefallen gemeldet, 35 waren vermisst und sind bis auf wenige  auch nicht wiedergekommen, viele davon waren in den K\u00e4mpfen um  Stalingrad eingesetzt. Im Ohorner Kirchsaal wurde in form eines Altars  eine Ehrentafel mit den Namen der Gefallenen errichtet, sie mu\u00dfte durch  Fl\u00fcgel nach rechts und links erweitert werden &#8211; das gro\u00dfe Sterben nahm  kein Ende. Auf den Tafeln finden sich 90 Namen. au\u00dferdem sind noch 100  M\u00e4nner als gefallen oder vermisst gemeldet.<br \/>\nEine gro\u00dfe Anzahl  Gefangener und sogenannte Ostarbeiter kam nach Ohorn. Der Betrieb Emero  nahm immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an, und ben\u00f6tigte viele zus\u00e4tzliche  Arbeitskr\u00e4fte. Nach einem besonderen Verfahren wurden hier Brems-und  Kupplungsbelege, vor allem f\u00fcr Panzerwagen, hergestellt. 1944 waren 30  Franzosen, 110 Russen und 49 Serben besch\u00e4ftigt.<br \/>\nPfingsten 1944  wurden die ersten gro\u00dfen amerikanischen Bombengeschwader \u00fcber Ohorn  gesichtet. Nur einmal wurden Bomben abgeworfen. Sie richteten zum Gl\u00fcck  nur wenig Schaden an, da sie im Ortsteil R\u00f6derh\u00e4user auf weichen  Ackerboden fielen.<br \/>\nVom Januar 1945 ab wurden die erst vereinzelt  auftretenden Fl\u00fcchtlingstrecks zu einem nicht mehr abrei\u00dfenden Strom.  Ganze Ortschaften zogen auf Bauernwagen durch Ohorn. Ersch\u00fctternde  Szenen spielten sich ab.<br \/>\nIn der Nacht des 13.Februar 1945 \u00a0&#8211; der  Dresdner Schreckensnacht &#8211; war auch Ohorn taghell erleuchtet. \u00dcber  Dresden standen Tausende von sogenannten Christb\u00e4umen, es waren  Leuchtfallschirme, die den Bombengeschwader die Ziele f\u00fcr ihre  todbringenden Lasten aufzeigten. Die Luft war von unheimlichen Rauschen  erf\u00fcllt &#8211; immer neue Wellen flogen an &#8211; kaum ein Ohorner fand in dieser  Nacht Schlaf, alle standen vor den H\u00e4usern, bangen Herzens erlebten sie  die Zerst\u00f6rung einer Gro\u00dfstadt und die Vernichtung von 30.000 Menschen  mit.<br \/>\nIn der Nacht vom 21. zum 22.April wurde Ohorn von polnischen Truppen, die unter sowjetischer F\u00fchrung standen, besetzt.<br \/>\n4 Ohorner B\u00fcrger fast 60 Jahre alt wurden von den Polen nach Pulsnitz gebracht und in der Sandgrube erschossen.<br \/>\nPaul Berndt,<br \/>\nOswin Oswald,<br \/>\nOtto K\u00f6nig,<br \/>\nOtto Miertschke<\/p>\n<p>Diese Zeilen schrieb der Lehrer Fritz Aurisch im Heimatbuch der Gemeinde Ohorn 1952.<br \/>\nIch hab diese Textpassage hier eingesetzt da ich in diesem Ort aufgewachsen bin.<br \/>\nUlla<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-6822 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=6824'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P3250013-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=6825'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P3250014-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=6826'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/IMG_0787-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=6823'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/IMG_0789-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 01896 Ohorn DENKMAL 1.Weltkrieg eingetragen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Ohorn &#8222;Am Schlei\u00dfberg&#8220; Inschrift: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 UNSEREM IM WELTKRIEG 1914 &#8211; 1918 GEFALLENEN HELDEN DIE GEMEINDE OHORN ICH DURFT MEIN ARMES &hellip; <a href=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=6822\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":6233,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6822","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6822"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6828,"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6822\/revisions\/6828"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6233"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}