{"id":5771,"date":"2011-05-01T18:59:26","date_gmt":"2011-05-01T16:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=5771"},"modified":"2011-05-01T18:59:26","modified_gmt":"2011-05-01T16:59:26","slug":"ludwigslust","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=5771","title":{"rendered":"Ludwigslust"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>19288 Ludwigslust<\/strong><\/p>\n<p>Ludwigslust ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Mecklenburg-Vorpommern.<br \/>\nDie  Stadt besteht neben der Kernstadt aus den eingemeindeten D\u00f6rfern  Hornkaten, Niendorf\/ Weselsdorf. Auf Beschluss der Gemeinder\u00e4te kamen ab  2005 die vormals selbst\u00e4ndigen Gemeinden Glaisin und Kummer hinzu.<\/p>\n<p>3 Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten mit 882 Toten<\/p>\n<p>Grabower Allee<\/p>\n<p>Ehrenfriedhof mit Ehrenmal.<br \/>\nIn  176 Gemeinschafts-und Einzelgr\u00e4bern wurden Soldaten und Offiziere der  Roten Armee beigesetzt, die in den Fr\u00fchjahrsk\u00e4mpfen 1945 westlich der  Stadt gefallen sind.<\/p>\n<p>Quelle: wikipedia<br \/>\nMilit\u00e4rgeschichte 1837 bis 1992<\/p>\n<p>1837  wurde die 2. Eskadron unter Rittmeister Bernhard von Schack von Grabow  nach Ludwigslust verlegt und in der Kaserne Louisenstra\u00dfe untergebracht.  Schon 1838 erfolgte die Verlegung der Mecklenburg-Schweriner Dragoner  unter F\u00fchrung von Generalmayor Ernst von Pentz. Das \u00f6stlich vom Zentrum  gelegene Garnisonsgel\u00e4nde wurde Standort der Dragoner. 1841 wurde das  Regiment auf vier Eskadrone erweitert und umfasste 19 Offiziere, vier  \u00c4rzte, 40 Unteroffiziere, 13 Trompeter, 280 Dragoner und 313 Pferde,  dazu noch der Quartiermeister, der Sattler und der Schmied. Quartier  bezog man in den Kasernen und H\u00e4usern der Louisen-, Nummern-, Sand- und  Mauerstra\u00dfe sowie im Marstall. Neue Kasernen, neue Kantinen, neue H\u00e4user  und neue Stallungen entstanden. Sp\u00e4ter folgten unter anderem eine  Schwimmanstalt am Kanal und drei Reitbahnen.<\/p>\n<p>1848 wurde die  H\u00e4lfte des Regiments im Krieg zwischen Schleswig-Holstein und D\u00e4nemark  eingesetzt. 1866 k\u00e4mpften die Dragoner im Preu\u00dfisch-\u00d6sterreichischen  Krieg auf der preu\u00dfischen Seite. Sie erhielten 1867 die Bezeichnung  Gro\u00dfherzogliches 1. Mecklenburgisches Regiment Nr. 17 und hatte nun f\u00fcnf  Eskadrone. 1870\/71 k\u00e4mpfte die Truppe im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg.  1914 wurden die Dragoner im Ersten Weltkrieg zuerst im Westen und ab  1915 im Osten eingesetzt. 1919 erfolgte die Aufl\u00f6sung des Regiments,  deren Reste im Reichswehr-Kavallerie-Regiment Nr. 19 (sp\u00e4ter  Reiterregiment 14, ab 1936 Kavallerie-Regiment) aufgingen. 1929 und 1939  wurden neue Kasernen und Stallungen erstellt. Im Zweiten Weltkrieg  erfolgte die Umwandlung zur Divisions-Aufkl\u00e4rungsabteilung mit diversen  Einsatzorten.<\/p>\n<p>Von 1945 bis 1992 war die Garnison Ludwigslust  Standort von sowjetischen Truppen, die Pioniere einer  Mot-Sch\u00fctzen-Division waren hier stationiert. Fahrzeugschuppen,  Ger\u00e4teh\u00e4user, Waschrampen, Tankstellen etc. entstanden. Heute befindet  sich hier ein Erweiterungsgebiet des Stadtzentrums mit L\u00e4den, B\u00fcros,  einer Stadthalle und Wohnungen.<\/p>\n<p>Am 22. Februar und am 18. M\u00e4rz  des Jahres 1945 wurde Ludwigslust durch amerikanische Fliegertruppen  bombardiert. Ziel waren vor allem die Bahnanlagen. Beim ersten Angriff  starben etwa 150 Einwohner.<\/p>\n<p>-Gefallenendenkmal 1914\/18 des  Meckl. J\u00e4gerbataillons Nr. 14 mit Bronzefigur von Bildhauer Hugo  Berwald, gegossen 1915, enth\u00fcllt 1922, erhalten<br \/>\n-Gefallenendenkmal  1914\/18 des Meckl. Dragonerregiments Nr. 17 mit bronzener Figur eines  Meldereiters von Bildhauer Emil Cauer, 1932 errichtet, 1946 zerst\u00f6rt<br \/>\n-Das  Ehrenmal auf dem Schlo\u00dfvorplatz Am Bassin f\u00fcr 200 Opfer des KZ  W\u00f6bbelin, 1951 von dem K\u00fcnstler Herbert Bartholom\u00e4us entworfen<br \/>\n-Gedenkstein  aus dem Jahre 1945 auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen  Stadtkirche f\u00fcr 116 namentlich bekannte und 112 unbekannte H\u00e4ftlinge des  KZ W\u00f6bbelin<br \/>\n-Gedenkstein aus dem Jahre 1962 auf dem Areal des ehemaligen J\u00fcdischen Friedhofs zur Erinnerung an die Opfer der Shoa<\/p>\n<p>Aus Zirkulons Reisebericht:<br \/>\nWir  finden uralte Gr\u00e4ber auf denen der Name Tresckow steht, ob die wohl was  mit der Familie von Tresckow zu tun hatten? Es gehen uns die  merkw\u00fcrdigsten Fragen durch den Kopf. An einer anderen Stelle steht ein  riesiges Kreuz dessen Inschrift nur noch m\u00fchsam zu entziffern ist. Wir  wollen versuchen dies auf den Bildern zu entziffern. M\u00f6glicherweise ist  dies ein Massengrab aus dem Ersten Weltkrieg, wir folgern dies aus dem  Umstand dass ein Grabstein, welcher vor dem Kreuz abgelegt ist, auf die  Gefallenen des Zweiten Weltkrieges hinweist. Ein paar Bilder geknipst  und unsere Erkundung wird fortgesetzt. Ein paar einzelne Grabst\u00e4tten  lassen sich noch finden und auch mehrere Erinnerungstafeln oder -kreuze  die auf gefallene Familienmitglieder verweisen. Ich mache noch ein paar  Ablichtungen des \u00c4gyptischen Tores welches mir noch vor die Kamera kam.  Hier auf dem Friedhof sind wir nicht an der richtigen Adresse.<\/p>\n<p>Russischer Friedhof und Gr\u00e4ber in Ludwigslust<\/p>\n<p>Reisebericht vom 13.07.2008<br \/>\nWieder ins Fahrzeug und weiter geht es zu unserem eigentlichen Zielort.<br \/>\nIn  Ludwigslust angekommen gibt es einen kleinen Snack (Imbiss), genauer,  uns knurrt der Magen furchtbar. Mit Br\u00f6tchen sowie Wurst und K\u00e4se wird  dem Knurren begegnet.<br \/>\nInfos von Ulla besagten dass in LWL ( LWL = Kfz  Kennzeichen von Ludwigslust ) drei Friedh\u00f6fe mit \u00fcber 800 Gefallenen  vorhanden sein sollen, auf Einzel- und Massengr\u00e4ber verteilt. Wir fahren  auf\u00b4s Geratewohl durch den Ort, da wir nat\u00fcrlich keine weiteren  Recherchen oder eventuelle Adressen der Friedh\u00f6fe auch nur versucht  haben im Netz der Netze zu erkunden. Trotz der wenigen  Vorabinformationen finden wir auf Anhieb den ersten Friedhof. Auf  Schilder mit Hinweisen zu Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten hoffen wir vergebens.<br \/>\nNun  gut, wir gehen los und erkunden unser neu gefundenes Terrain. Wir  finden uralte Gr\u00e4ber auf denen der Name Tresckow steht, ob die wohl was  mit der Familie von Tresckow zu tun hatten? Es gehen uns die  merkw\u00fcrdigsten Fragen durch den Kopf. An einer anderen Stelle steht ein  riesiges Kreuz dessen Inschrift nur noch m\u00fchsam zu entziffern ist. Wir  wollen versuchen dies auf den Bildern zu entziffern. M\u00f6glicherweise ist  dies ein Massengrab aus dem Ersten Weltkrieg, wir folgern dies aus dem  Umstand dass ein Grabstein, welcher vor dem Kreuz abgelegt ist, auf die  Gefallenen des Zweiten Weltkrieges hinweist. Ein paar Bilder geknipst  und unsere Erkundung wird fortgesetzt. Ein paar einzelne Grabst\u00e4tten  lassen sich noch finden und auch mehrere Erinnerungstafeln oder -kreuze  die auf gefallene Familienmitglieder verweisen. Ich mache noch ein paar  Ablichtungen des \u00c4gyptischen Tores welches mir noch vor die Kamera kam.  Hier auf dem Friedhof sind wir nicht an der richtigen Adresse.<br \/>\nBilder vom alten Friedhof in Ludwigslust<\/p>\n<p>Da  wir wissen dass es hier auch einen russischen Kriegerfriedhof gibt,  zumindest steht es so in unserer Liste, wollen wir versuchen diesen  ausfindig zu machen. Wir fahren also Richtung Grabow, kommen in die  n\u00e4chste Ortschaft und stellen fest, dass wir wohl an dem Friedhof  bereits vorbei sind. Wir kehren um, halten an einer Tankstelle an, Ronny  erkundigt sich nach unserem Ziel und erh\u00e4lt keine uns zusagende  Auskunft, zu jung die Dame und mit dieser Materie nat\u00fcrlich nicht  vertraut, wie auch, der letzte Krieg ist doch schon fast vergessen. Wir  fahren weiter in die Richtung wo wir hergekommen sind. Pl\u00f6tzlich sehe  ich Grabsteine, etwas im Hintergrund, ein ganz schmales Grundst\u00fcck und  sehr schlecht von der Stra\u00dfe zu sehen. Wieder kein Hinweis zu entdecken,  laut eines Passanten sollte doch ein Kreuz von der Stra\u00dfe aus zu sehen  sein. Egal, wir fahren in eine Seitenstra\u00dfe und parken das Fahrzeug.  \u00dcber ein v\u00f6llig verwildertes Grundst\u00fcck, ich habe eine kurze Hose an und  laufe in Klapperlatschen, n\u00e4hern wir uns dem Friedhof. Er ist  eingez\u00e4unt und wenn wir dort rauf wollen m\u00fcssen wir entweder den ganzen  Weg zur\u00fcck oder \u00fcber den Zaun. Ronny nimmt die zweite Variante, ich  suche einen anderen Weg, finde aber weder eine L\u00fccke noch eine  M\u00f6glichkeit bequemer an den Ort unseres Begehrens zu gelangen. Ich  befestige die Kamera sicher am Zaun, suche mir an einem Baum einen Ast  aus an dem ich mich &#8222;hin\u00fcber schwingen&#8220; kann. Das d\u00fcrfte bei einem  alten, gut einhundert Kilo schwerem Kerl wie ich es bin lustig  ausgesehen haben. Ronny kann sich eine spitze Bemerkung nicht  verkneifen: Wenn mich die Gr\u00fcn-Wei\u00dfen mal jagen sollten, w\u00fcrde ich wohl  nicht mehr weg kommen&#8230;&#8230;. Was soll ich da antworten, Recht hat er.<\/p>\n<p>Wir  sind also auf eine unsch\u00f6ne Art und Weise auf dem Friedhof gelandet,  wenigstens hat\u00b4s niemand gesehen und der Zaun ist durch uns auch nicht  besch\u00e4digt worden.<br \/>\nEine gepflegte Anlage erwartet uns. Wir  fotografieren Grab f\u00fcr Grab, auf einigen wiederholen sich die  Inschriften, wir vermuten dass hier unbekannte Tote zur letzten Ruhe  gebettet wurden. Diese Grabsteine bannen wir nicht alle auf &#8222;Zelluloid&#8220;,  da sie sich wiederholen und ich das nicht ver\u00f6ffentlichen m\u00f6chte.  Fertig mit Fotografieren, treten wir den R\u00fcckzug an.<br \/>\nRussischer Friedhof und Gr\u00e4ber in Ludwigslust<\/p>\n<p>Ronny  weist mich auf das riesige Denkmal hin, welches ich beim Vorbeifahren  schon bemerkte, aber nicht ablichtete da keine Parkm\u00f6glichkeit in der  N\u00e4he war bzw. ich mich falsch eingeordnet hatte. Wir beschlie\u00dfen dort zu  Fu\u00df hin zu gehen und Bilder zu machen. Klick, klick, klick&#8230;. als ich  n\u00e4her heran gehe und auch die bronzenen Tafeln noch verewigen m\u00f6chte  f\u00e4llt mir auf, da\u00df wir hier kein Denkmal ablichteten sondern einen  Meilenstein. Das ist mir auch noch nicht unter gekommen, jetzt verstehe  ich aber woher der Begriff Meilensteine kommt, es gab und gibt sie  tats\u00e4chlich. Das war zumindest mir nicht bekannt, jedenfalls nicht in  dieser Art und Gr\u00f6\u00dfe.<br \/>\nDer riesige Meilenstein<\/p>\n<p>Wir versuchen,  da wir nicht wieder \u00fcber das v\u00f6llig verwilderte Grunst\u00fcck zur\u00fcck  latschen m\u00f6chten, das Auto wieder zu finden. Dabei stelle ich fest dass  Ronny recht hatte und wir uns einen Umweg h\u00e4tten sparen k\u00f6nnen. Einige  hundert Meter bevor wir dann tats\u00e4chlich in Richtung Fahrzeug gingen,  wollte er bereits rechts abbiegen was in diesem Fall die Strecke  reichlich verk\u00fcrzt h\u00e4tte. Da ich aber wieder meinen Dicksch\u00e4del  durchsetzen mu\u00dfte liefen wir an einem Kleingartenverein vorbei, durch  ein Waldst\u00fcck, wo wir gl\u00fccklicherweise die Abzweigung in der richtigen  Richtung beschritten und erst dann waren wir wieder auf dem richtigen  Weg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 19288 Ludwigslust Ludwigslust ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt besteht neben der Kernstadt aus den eingemeindeten D\u00f6rfern Hornkaten, Niendorf\/ Weselsdorf. 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