{"id":39224,"date":"2015-10-09T22:34:09","date_gmt":"2015-10-09T20:34:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=39224"},"modified":"2015-10-09T22:58:14","modified_gmt":"2015-10-09T20:58:14","slug":"bucsa","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=39224","title":{"rendered":"Bucsa"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>5527 Bucsa<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Komtat B\u00e9k\u00e9s<\/p>\n<p>Informationen und Hintergr\u00fcnde zum Tod dieser 7 unbekannten Soldaten von Gabriella Kiss. Ich, U.M\u00f6bius,\u00a0 erhielt diese Mails und Fotos im November 2006:<\/p>\n<p>Autor B\u00edr\u00f3 Endre besch\u00e4ftigt sich In einem Kapitel seines Buches sich damit, wie die Dorfbewohner den 2. Weltkrieg erlebt haben. Unter anderem erinnert er sich an sieben hingerichtete deutsche Soldaten, die in einem sehr bescheidenem Grab am Rand des alten Dorffriedhofs liegen&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8230; als ich die Passagen von der Geschichte der sieben deutschen Soldaten in diesem Buch gelesen habe, sah ich das Geschehen vor 62 Jahren mit anderen Augen. <\/em><em>Ich sehe sieben blonde, sehr junge Menschen, die Anfang Oktober 1944 in durchn\u00e4ssten Kleidern frierend und \u00e4ngstlich an das Fenster eines Bauernhauses an einem Ein\u00f6dhof geklopft haben, um Unterkunft f\u00fcr eine Nacht zu erhalten, ihre Kleider zu trocknen und etwas zu Essen bekommen. Nach der Meinung der Hausbewohner hatten sie nicht einmal eine Waffe. Nach ein paar Tagen wurden sie in dieser Gegend gefasst. Da sie unbewaffnet waren, haben sie keinen Widerstand geleistet &#8230;<\/em><\/p>\n<p><u>So wird im Buch die Hinrichtung beschrieben<\/u>:<\/p>\n<p>\u201eSie wurden in der evangelischen Kirche eingeschlossen und bewacht. Man wei\u00df nicht, ob ihre kurze Gefangenschaft irgendwie dokumentiert worden ist. Die Namen sind bis heute unbekannt. Nach ein paar Tagen wurden sie von bewaffneten russischen Soldaten in Richtung Kisbucsa begleitet. Sie haben die Neugierigen mit leisem L\u00e4cheln und Winken begr\u00fc\u00dft, obwohl sie wahrscheinlich geahnt haben, was sie erwartet. Manche Menschen haben vom Dachboden beobachtet, was mit den sieben netten, nicht sehr gro\u00df gewachsenen, jungen blonden Soldaten passierte. Viele haben geweint. An dem Deich der Beretty\u00f3-Kanal wurden sie von dem Hinrichtungskommando erschossen. Von den Sch\u00fcssen der Maschinengewehre waren die Bewohner von Bucsa geschockt. Sie wussten, was passierte. Die Vorschriften der Genfer Konvention existierte in dieser gottverlassenen Gegend nicht. Hier wurden sie von den einheimischen \u201eHelfern\u201c beerdigt, nachdem sie die Soldaten von Stiefeln und anderen Bekleidungsst\u00fccken bzw. von pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nden \u201ebefreit\u201c hatten. Ein Soldat hatte eine Armbanduhr, die wurde auch weggenommen. Im Dorf wusste jeder, wer diese Uhr jahrelang nach dem Krieg getragen hat.\u201c<\/p>\n<p><em>&#8230; Die Leichen wurden am Hinrichtungsort nur notd\u00fcrftig verscharrt. Im Jahre 1947 wurden sie von einem Mann gefunden, der aus amerikanischer Gefangenschaft nach Hause kam und dieses, noch nicht bearbeitete Feldst\u00fcck gekauft hat, wo die Soldaten lagen. Er hat mir erz\u00e4hlt, dass sich die Russen und ihre Helfer aus dem Dorf nicht mal die M\u00fche genommen haben, ein Grab zu schaufeln. Die Leichen waren nur mit einer d\u00fcnnen Erdschicht bedeckt. Die sterblichen \u00dcberreste wurden dann im Friedhof neben\u00a0f\u00fcnf gefallenen russischen Soldaten beerdigt. In erzkommunistischen Zeiten durften sie nicht mehr dort bleiben. Sie wurden exhumiert und in einem neuen Grab beigesetzt, wo sie auch jetzt liegen, ohne Namen, ohne Identit\u00e4t &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Herr B\u00edr\u00f3 hat eine bemerkenswerte Theorie. Ich zitiere ihn wieder:<\/p>\n<p>\u201eSieben deutsche Soldaten ruhen auf dem Friedhof von Bucsa. Sieben junge M\u00e4nner, die im Sturm des Krieges irgendwie in diese Gegend geraten sind. Ob sie ihre Einheit verloren haben, die vor den Russen gefl\u00fcchtet ist, kann man nicht wissen. <strong>Die Zahl Sieben<\/strong> l<strong>\u00e4sst noch eine andere M\u00f6glichkeit erahnen: Jeder\u00a0Kampfflieger hatte siebenk\u00f6pfiges Personal. Es k\u00f6nnte sein, dass die Besatzung eines notgelandeten Fliegers den Berettyo-Kanal bei Borz \u00fcberquerte und an einem Bauernhof in Kisbucsa <\/strong>(kleine Ortschaften in dieser Gegend)<strong> Unterkunft suchte. <\/strong>Auf diese Fragen bekommen wir kaum noch eine Antwort nach mehr als sechzig Jahren.\u201c<\/p>\n<p><em>In dieser Zeit\u00a0der Allerheiligen denken wir an unsere Toten. Diese Soldaten sind die namenlosen Toten dieses Dorfes. Sie haben auch in diesem Zeitraum ihren 62. Todestag. Wir d\u00fcrfen sie nicht ungerecht behandeln, nur weil sie damals auf der falschen Seite standen. Das Leben so sinnlos zu verlieren, und im Leben wie auch im Tod so ungerecht behandelt zu werden, finde ich sehr grausam, und ich habe mir versprochen, etwas f\u00fcr diese Toten zu tun. Vielleicht ist die Hoffnung, ihre Identit\u00e4t festzustellen oder Angeh\u00f6rige noch zu finden, nach 62 Jahren eine utopische Vorstellung, aber einen Grabstein h\u00e4tten sie schon verdient.<\/em><\/p>\n<p><u>Quellenangabe<\/u>:<br \/>\nGabriella Kiss<br \/>\nB\u00edr\u00f3 Endre<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-39224 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39225'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Briefausschnitte-aus-dem-Buch-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39226'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Budapest-Bucsa-5527-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39227'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSCF0315-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39228'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Kopie-von-deutsches-Soldatengrab-2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39229'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Kopie-von-deutsches-Soldatengrab-3-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=39230'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Kopie-von-deutsches-Sodatengrab-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5527 Bucsa Komtat B\u00e9k\u00e9s Informationen und Hintergr\u00fcnde zum Tod dieser 7 unbekannten Soldaten von Gabriella Kiss. 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