{"id":2058,"date":"2011-04-10T16:52:02","date_gmt":"2011-04-10T14:52:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=2058"},"modified":"2011-04-10T16:52:34","modified_gmt":"2011-04-10T14:52:34","slug":"apscheronsk","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?page_id=2058","title":{"rendered":"APSCHERONSK"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #ff0000;\"><strong>35269x Apscheronsk<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Apscheronsk liegt in S\u00fcdrussland und geh\u00f6rt zur Region Krasnodar.<\/p>\n<p>Die  am 6. September 2008 eingeweihte Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tte Apscheronsk wird  der zentrale Sammelfriedhof f\u00fcr alle deutschen Gefallenen des Zweiten  Weltkrieges im Kaukasus und im Gebiet des ehemaligen Kubanbr\u00fcckenkopfes  sein. Der etwa 3,1 Hektar gro\u00dfe Friedhof befindet sich rund zw\u00f6lf  Kilometer vom Ort entfernt. \u00dcber 6600 Tote hat der Volksbund Deutsche  Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge bisher dort zur letzten Ruhe gebettet. Etwa 30.000  k\u00f6nnen auf dem Gel\u00e4nde bestattet werden. Rund 130.000 deutsche Soldaten,  in der Mehrzahl Gebirgsj\u00e4ger, und die ungef\u00e4hr gleiche Anzahl an  russischen Soldaten fanden in den K\u00e4mpfen um den Kubanbr\u00fcckenkopf  zwischen 1942 und 1943 den Tod.<br \/>\n(Quelle: wikipedia)<br \/>\nweitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.volksbund.de\/presse\/im_blickpunkt\/?id=169&amp;sort=3574\" target=\"_blank\">http:\/\/www.volksbund.de\/presse\/im_blickpunkt\/?id=169&amp;sort=3574<\/a><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Hier ein Beitrag von md11:<\/p>\n<p>Ein Besuch auf dem Soldatenfriedhof Apscheronsk im Nordkaukasus<\/p>\n<p>Sechs  frisch aufgeworfene Erdh\u00fcgel mitten in der Dorfstra\u00dfe. Sie stammen von  ge\u00f6ffneten Gr\u00e4bern, in denen noch Skelett-Reste zu sehen sind. Scheue  Blicke aus Nachbargrundst\u00fccken. Kinder, die sich hingegen balgen, um  fotografiert zu werden. Betretene Gesichter der deutschen Reisegruppe.<\/p>\n<p>Saratowskaja  ist eine dieser gesichtslosen russischen Landgemeinden in jenem Teil  des Nordkaukasus, wo sich die H\u00fcgel schon zur Kubanebene hin abflachen,  dort liegt Krasnodar, das Zentrum der Industrie und einer florierenden  Landwirtschaft.<\/p>\n<p>In dieser Gegend, die heute so friedlich wirkt,  hat vor mehr als 65 Jahren eine der schlimmsten Schlachten des Zweiten  Weltkriegs getobt. 130000 deutsche Soldaten kamen von Sommer 1942 bis  Herbst 1943 zwischen Rostow am Don und dem Hochgebirge des Kaukasus um.  Die Schule von Saratowskaja diente damals als Not-Lazarett, in dem \u00c4rzte  und Sanit\u00e4ter verzweifelt versuchten, die Verwundeten notd\u00fcrftig  zusammenzuflicken. Die verstorbenen Kameraden hat man eilig verscharrt.  Immer wieder tauchen auch heute noch Gebeine auf. Wie diese auf der  Dorfstra\u00dfe von Saratowskaja.<\/p>\n<p>Das ist die Stunde des  Gruppenleiters des Umbettungsdienstes in S\u00fcdrussland. Er geht von 200  Toten aus, die hier am Ort begraben liegen und , deren sterbliche  \u00dcberreste\u00a0 nun eine letzte Heimat finden sollen. Der Gruppenleiter muss  sich beeilen \u201eEs gibt einen florierenden Markt f\u00fcr milit\u00e4rische  Gegenst\u00e4nde\u201d, erkl\u00e4rt er. Gesammelt werde alles, was sich verkaufen  l\u00e4sst: deutsche Stahlhelme, Koppelschl\u00f6sser, Goldz\u00e4hne oder  Erkennungsmarken.<\/p>\n<p>Letztere sind besonders wichtig f\u00fcr die Leute  vom Umbettungsdienst. Gelingt ihnen die Identifizierung, werden die  Angeh\u00f6rigen in Deutschland umgehend benachrichtigt. Die Gebeine finden  dann eine letzte Heimat auf einem der Soldatenfriedh\u00f6fe. Die bisher in  Saratowskaja aufgefundenen Toten werden auf dem j\u00fcngst eingeweihten  Soldatenfriedhof in Apscheronsk im sogenannten Waldkaukasus bestattet.<\/p>\n<p>Eigentlich  h\u00e4tten der deutsche und der russische Verteidigungsminister an der  Zeremonie teilnehmen sollen, doch Anfang September waren die Fronten  noch wegen des russischen Georgieneinmarsches verh\u00e4rtet. Die Feier war  nicht minder eindrucksvoll. Veteranen in Kosakenuniform heben die Hand  zum M\u00fctzenschirm, der deutsche Generalinspekteur spricht; ihm antwortet  ein russischer General. Nationalhymnen erklingen, dann sorgt das  Trompetensolo von \u201eIch hat einen Kameraden\u201d , geblasen von einem  Unteroffizier der Gebirgsj\u00e4ger, f\u00fcr ergreifende Stimmung bis es in den  W\u00e4ldern verhallt.<\/p>\n<p>Es waren vor allem Gebirgsj\u00e4ger-Truppen, die  hier im Nordkaukasus nahezu aufgerieben wurden &#8211; aufgerieben, weil in  Berlin ein Wahnsinniger regierte, dem zu diesem Zeitpunkt des Krieges  bereits jeglicher Sinn f\u00fcr die Realti\u00e4t abhanden gekommen war. Hitler  verschob die Divisionen immer hektischer und v\u00f6llig unsinnig. Er h\u00e4tte  durch sprunghafte Entscheidungen nach der Katastrophe von Stalingrad  wohl noch mehr Soldaten geopfert, wenn nicht wenigstens Teilen der Armee  der R\u00fcckzug in den Westen gegl\u00fcckt w\u00e4re. Es gelang, weil in einem Kampf  &#8211; oft Mann gegen Mann &#8211; die Sowjetarmee so lange aufgehalten wurde,  dass ein Entweichen gelang.<\/p>\n<p>Aufgehalten durch Soldaten wie den  Gefreiten Hermann Koch, den mitten in einem Dorf, das nach Partisanen  durchsucht werden sollte, eine t\u00f6dliche Kugel traf. Seine Frau erhielt  Wochen sp\u00e4ter die Nachricht von seinem Tod durch einen Kameraden.<\/p>\n<p>Und  nun steht Helmut, sein Sohn, an einer Grabstele, auf welcher der Name  des Gefreiten Hermann Koch, sein Geburts- und Sterbedatum zu lesen sind.  Sein Sohn ist 70 Jahre alt. Der pensionierte Lehrer hat auf seiner  Reise in den Nordkaukasus auch jenes Dorf gefunden und den Dorfplatz  gesehen, wo der Vater das Leben verloren hat.<\/p>\n<p>\u00dcberlebt hat  hingegen E.K: das Stahlgewitter. Apscheronsk hat er als junger  Sanit\u00e4tsobergefreiter gesehen. Damals hatte er freilich keinen Blick f\u00fcr  die Landschaft. Er musste Menschenleben retten, wollte keinen  Verwundeten liegen lassen &#8211; daf\u00fcr hat er das Eiserne Kreuz verliehen  bekommen, das er an diesem Tag tr\u00e4gt, um an diejenigen zu erinnern, die  in Apscheronsk begraben sind. Ein K\u00e4mpfer ist Herr E.K. geblieben, von  der amerikanischen Politik h\u00e4lt er wenig, viel Verst\u00e4ndis bringt er  hingegen f\u00fcr die Gef\u00fchle der Russen auf. Auch damals im Zweiten  Weltkrieg sei es hier im Kaukasus \u00fcbrigens um \u00d6l gegangen, meint er auf  den Irakkrieg anspielend.<\/p>\n<p>Hinterbliebene, ihre Kinder und Enkel  brauchen Orte wie Apscheronsk. Es sind Orte der Trauer und der Mahnung  oder \u201ePrediger des Friedens\u201d, wie Nobelpreistr\u00e4ger Albert Schweitzer  einmal gesagt hat.<\/p>\n<p>Dessen ist sich auch der Volksbund Deutsche  Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge bewusst, der im Auftrag des deutschen Staates  Soldaten- und Kriegsgefangenengr\u00e4ber im Ausland erfasst, erh\u00e4lt und  pflegt. Daraus ist eine der effektvollsten Friedensinitiativen der Welt  geworden. Denn der Verband blickt nicht nur zur\u00fcck, sondern unterst\u00fctzt  die Begegnung junger Menschen an den Runest\u00e4tten der Toten. So haben in  den Tagen vor der Einweihung russische und deutsche Jugendliche die  Gr\u00fcnfl\u00e4chen gepflegt und die Steinkreuze geschrubbt. Abends hat man dann  zusammen gefeiert und diskutiert.<\/p>\n<p>Eine 23-j\u00e4hrige  Raumfahrt-Ingenieurin aus M\u00fcnchen zum Beispiel. Seit f\u00fcnf Jahren opfert  sie einen Teil ihres Urlaubs f\u00fcr die Kriegsgr\u00e4berarbeit, allerdings  w\u00fcrde sie ihren Einsatz nie als Opfer bezeichnen. Auch die 18-j\u00e4hrige  Sneshana und die 17-j\u00e4hrige Julia aus der Gegend von Krasnodar sowie der  26-j\u00e4hrige Kfz-Meister machen nicht den Eindruck, Kinder von  Traurigkeit zu sein. Allerdings bekommen sie einen Geschichtsunterricht,  der alles \u00fcbertrifft, was in Lehrb\u00fcchern steht.<\/p>\n<p>An einem  wichtigen Ziel angekommen scheint auch an diesem Tag eine N\u00fcrnbergerin  zu sein. Am 26. August 1942 ist ihr Vater, im Zivilberuf Kaufmann,  gefallen. Auch sie fand den Namen ihres Vaters, des Unteroffiziers und  Funkers bei den Gebirgsj\u00e4gern. Sie selbst war vier Jahre alt, als er  starb. Trotzdem kann sie sich noch gut an den letzten Heimaturlaub ihres  Vaters in Schlesien erinnern: \u201eEr hatte so sch\u00f6ne Locken.\u201d<\/p>\n<p>Quelle:N\u00fcrnberger Nachrichten vom 15.\/16.11.2008<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2058 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=2059'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/md11-2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/?attachment_id=2060'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.denkfried.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/md11-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 35269x Apscheronsk Apscheronsk liegt in S\u00fcdrussland und geh\u00f6rt zur Region Krasnodar. 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